Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin …

Ein Erfahrungsbericht von Anke Nocke

Nach einer tollen Radsaison mit vielen schönen Veranstaltungen stand traditionell am 2. Oktoberwochenende ein echter Herbstklassiker zum Abschluss auf dem Programm: Das Teamzeitfahren von Hamburg nach Berlin des Audax Clubs S-H.

Schnell waren wir uns einig, dass wir mit mehreren Teams an den Start gehen und uns gemeinsam einen schönen Tag gönnen: Mit Kerstin von der RG Wedel, den üblichen Verdächtigen meiner Marathon-Gruppe, sowie einigen Schwimmkollegen haben wir drei Fünfer-Teams startklar gemacht. Das Team „Holsteiner“ mit unserem Arne ist separat gestartet.

Der Track sollte 283 km messen, vorausgesetzt, dass wir uns trotz Navi nicht verfahren.

Im Vorfeld die bange Frage, wie wird das Wetter? Um es vorweg zu nehmen, wir hatten nur 2,5 Stunden Dauerregen am Start, die Windgötter waren uns gnädig, die Temperaturen waren mild und das Wetter wurde umso besser, je näher wir unserem Ziel kamen.

Gestartet wurde um 6:45 Uhr. Vorab gab es im Clausen‘s Vierländer Fährhaus in Curslack ein gemeinsames Frühstück, das keine Wünsche offenließ und dann ging es raus, Abfahrt im Regen und mit Beleuchtung. Zunächst über die Elbbrücken, die man aufgrund der Dunkelheit nur erahnen konnte. Glücklicherweise war ich im Sommer einige Male bei Sonnenschein dort gefahren, so dass ich das Bild von meiner Festplatte abrufen konnte. Geesthacht, es wurde hell, wir konnten die Schönheit der Morgenstimmung an der Elbe bewundern, Lauenburg, Bleckede, es wurde trocken, Hitzacker, den Kniepenberg haben wir umfahren, immer durch die Elbniederungen und dann waren wir schon an der ersten und einzigen Kontroll- und Verpflegungsstation an der Dömitzer Brücke, Auftanken, den Rücken strecken, den Hintern lüften. Weiter geht’s, Lenzen, durch die Wustrower Elbniederungen, Wittenberge, Tankstelle („kann ich das ohne Pfand bezahlen, wenn ich sofort konsumiere, dann brauche ich mich nicht nochmal anzustellen“), „Allee des Grauens“, Kopfsteinpflasterpassagen, kleine verlassene Ortschaften, in denen man die ostdeutsche Vergangenheit noch erahnen kann, dazwischen ganz viel gar nix, nur Einsamkeit, das Havelland, Havelberg, irgendwann die berühmte Kaufhalle in Rhinow, die genau an diesem Wochenende einen rekordverdächtigen Umsatz verzeichnet, auftanken und schon geht es wieder in den Sattel, Friesack, Nauen, Falkensee und zack waren wir an unserem Ziel, dem Wassersportheim in Berlin Gatow.

Trackmeister Arne hatte eine perfekte und touristisch reizvolle Route ausgearbeitet und uns netterweise allen zur Verfügung gestellt. Die Pannengötter waren uns leider an diesem Tag nicht gnädig gestimmt und hatten uns einiges abverlangt. Egal, auch diese Zwangspausen waren zumindest für diejenigen ohne Werkzeug in der Hand kommunikativ und eine willkommene Erholung. Einziger Wehmutstropfen waren einige (zu viele) aggressive Autofahrer je näher wir Berlin kamen. Das habe ich bisher in meinem Radfahrerleben in dieser Ausprägung noch nicht erlebt, glücklicherweise ist abgesehen von der Aufregung niemandem etwas passiert
In Gatow war alles perfekt für uns gerichtet: Mondschein über der Havel, Eintopf, Bratwurst, Bier, ein netter Schnack, eine warme Dusche, saubere Klamotten …. hatte ich erwähnt, dass wir uns irgendwie ziemlich schmutzig gemacht hatten? Der von Ulli organisierte Bus stand pünktlich bereit. Auf wundersame Weise wurden die Räder in dem zugehörigen Radanhänger verstaut, einsteigen, Abfahrt durch die Nacht, schnacken, was man so alles erlebt hatte und genießen!

Es war ein toller Tag, mit tollen Menschen!
Eure Anke

P.S.: Auch das Team „Holsteiner“ mit Jungs aus Wedel, Quickborn, Uetersen und Horst ist wohlbehalten in Berlin angekommen! 🙂

Gelungene Brevet-Premiere

Die RG Wedel rief zu ihrer Brevet-Pemiere in die Elbmarschen und die Radmarathonszene erschien in erfreulicher Anzahl. Das Wetter spielte in ungeahnter Weise mit; Richtung Nordsee ohne nennenswerten Wind, wann gab es das schonmal! 40 Radfahrerinnen und Radfahrer machten sich auf den Weg und genossen die gute Stimmung, das blendende Wetter und eine pottebene, dennoch reizvolle Strecke. Der Duft von Salzwasser führte auf der langen Strecke direkt an die Spitze von Friedrichkoog.

Weitere Bilder gibt es hier

Premiere: RG Wedel Brevet zur Nordsee am 21.09.19

Update: Das Wetter wird super, 11h Sonne und bis 20 Grad! Eine Baustelle in Glückstadt machte eine Umleitung notwendig. Bitte den Track nochmal herunterladen, wenn schon geschehen! Start und Ziel ist jetzt im TSV Wedel Vereinsheim.

Die Zeit ist reif für ein Brevet vom Hamburger Westen aus. Kurz entschlossen wurde von der RG Wedel eine Strecke ausgesucht und beim BDR für Wertungspunkte angemeldet!
Die Rad Gemeinschaft Wedel e.V. proudly presents:

  • Brevet zur Nordsee (226km)
  • Brevet Mini zum NOK (169km)

Die lange Strecke führt von Wedel über Glückstadt und Brunsbüttel bis nach Friedrichskoog an die Nordsee. Dort bitte einmal über den Deich schauen, ob die Nordsee noch da ist! Über den Kalle-Bäcker geht es zurück nach Wedel. Auf dem Weg liegen zwei kostenfreie Kreuzfahrten über den Nord-Ostsee-Kanal.

Das Brevet Mini führt uns von Wedel nach Brunsbüttel und über Burg und Wilster zurück zum Start. Die Nordsee erreicht man dabei nicht, aber die beiden Kreuzfahrten über den NOK bleiben erhalten.

Termin
Samstag, den 21.09.2019 um 8:00 Uhr
Ein früherer Start ist nicht möglich, da das Krückau-Sperrwerk (bei km 30) erst um 9:00 Uhr öffnet!

Start / Ziel
Vereinsheim TSV Wedel, Bekstraße 22, 22880 Wedel
Der Startort ist von der S-Bahn Wedel in ca. 5 Minuten per Rad erreichbar. Von 14:00 bis 19:00 Uhr werden die Wertungskarten ausgegeben

Startgeld
€ 7,00
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich!

Strecken
Die GPS-Tracks zu den Strecken können auf dem Portal GPSIES.com geladen werden:

Brevet zur Nordsee 226km
Brevet Mini zum Nord-Ostsee-Kanal (NOK) 169km
„Kurzstrecke“ ohne NOK (zur Kombination mit Sternfahrt) 139km

Ablauf
Die Veranstaltung erfolgt in Form eines Brevets. Die Strecke wird nach GPS-Track gefahren; eine Streckenbeschreibung in Papierform gibt es nicht. Auf der Strecke verpflegen sich die Teilnehmer selbst. In den Orten Kollmar, Glückstadt, Brunsbüttel, Marne (Kallebäcker), Burg, Wilster und Elmshorn gibt es Verpflegungsmöglichkeiten.

Die Zielkontrolle wird bis gegen 19:00 Uhr besetzt sein. Wertungskarten werden nach Beantwortung der Kontrollfragen bzw. nach Vorlage der Beweisfotos abgestempelt (es gibt 4 bzw. 5 Wertungspunkte)

Teilnahmeberechtigt
Jeder. Kinder und Jugendliche werden nur in Begleitung Erwachsener auf die Strecke gelassen.

Regeln
Gefahren wird nach der Generalausschreibung Radtourenfahren 2019. Eine RTF ist kein Rennen! Es gilt die STVO. Jeder ist für seine Sicherheit selbst verantwortlich. Der Veranstalter lehnt jede Haftung ab. Es besteht Helmpflicht!